Die Bodenpolitische Agenda 2020 – 2030

Di, 13.11.2018, 19 Uhr

Oststadtbibliothek im Pavillon,
Lister Meile 4, 30161 Hannover

Fabian Rohland (Berlin)

Lösungsvorschläge eines Expertenkreises

Wohnen wird – zumindest in den attraktiven Lagen der Großstädte – zunehmend zum Luxus, die Angst vor Verdrängung aus angestammten Wohnungen und Nachbarschaften ist weitverbreitet. Dafür gibt es drei maßgebliche Gründe: die –  auch durch Zuwanderung – stark gestiegene Nachfrage, die durch immer höhere Standards gestiegenen Baupreise und schließlich die dramatisch, aber regional unterschiedlich gestiegenen Bodenpreise.

Letztere sind aktuell Thema einer Debatte geworden: es werde zu wenig Bauland ausgewiesen und, noch wichtiger, Bauland werde von Spekulanten erworben, dann brach liegen gelassen, weil der Wert des Bodens schneller steige als der für fertige Häuser. Dieserart „leistungslose Gewinnabschöpfung“ steht in der Kritik. So urteilte das Bundesverfassungsgericht bereits 1967: „Die Tatsache, dass der Boden unvermehrbar und unentbehrlich ist, verbietet es, seine Nutzung dem unübersehbaren Spiel der Kräfte … zu überlassen.“

Die AG Stadtleben präsentiert in zwei Veranstaltungen den Stand der Diskussion zur Bodenfrage:

Die Bodenpolitische Agenda 2020 – 2030

Die Tatsache, dass Grund und Boden weder vermehrbar noch ersetzbar sind, macht den Boden zum Schlüssel für eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung und Wohnungspolitik. Angesichts stark steigender Bodenpreise und zunehmender Baulandknappheit in den wachsenden Stadtregionen ist es daher notwendig, sich der Bodenfrage zu stellen, um ein angemessenes Angebot von Wohnraum für alle sozialen Gruppen zu schaffen. Obwohl diese Herausforderung seit längerem bekannt ist, hat es in den letzten Jahren kaum bodenpolitische Reaktionen gegeben. Vor diesem Hintergrund haben das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) und der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. unter Einbeziehung eines Kreises unabhängiger Experten 2017 eine Bodenpolitische Agenda 2020 – 2030 erarbeitet, die notwendige bodenpolitische und bodenrechtliche Veränderungen benennt.

PM AG Stadtleben e.V.